Langholter Pflegedienst

Wir pflegen mit Kopf, Hand und Herz

 

Definition Palliativpflege: Was ist Palliativpflege?

Schmerzen zu lindern, Angst zu nehmen und ein würdevolles Leben zu ermöglichen – das sind die Aufgaben der Palliativpflege. Palliativpflege kann Symptome nicht mehr heilen, aber lindern. Das unterscheidet die palliative von der curativen, also heilenden, Therapie. Das lateinische Wort „pallium“ steht für “Mantel“, also „Schutz“ im übertragenen Sinne. Ebenso wie todkranke Patienten können auch Patienten mit degenerativen Krankheiten und einer hohen Schmerzsymptomatik von palliativer Pflege profitieren.

Ambulante Palliativpflege zu Hause

Die meisten Patienten möchten – sofern es ihr Gesundheitszustand zulässt – die letzte Phase ihres Lebens im eigenen Zuhause in der vertrauten Umgebung verbringen. Unterschiedliche Angeboten ermöglichen die ambulante Palliativpflege zu Hause.

  • Spezialisierte ambulante Palliativversorgung      (SAPV)
  • Patienten mit einer nicht heilbaren, fortschreitenden oder weit    fortgeschrittenen Erkrankung bei einer zugleich begrenzten     Lebenserwartung, die eine besonders aufwändige Versorgung benötigen, haben seit 2007 Anspruch auf spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV)      im Rahmen der Gesetzlichen Krankenversicherung.
  • Die Leistung wird von einem Hausarzt oder Krankenhausarzt verordnet und muss von der Krankenkasse genehmigt werden.Die SAPV umfasst ärztliche und pflegerische Leistungen. Dazu gehören die Ruf-, Notfall- und Kriseninterventionsbereitschaft rund um die Uhr und die psychosoziale Unterstützung in enger Zusammenarbeit z.B. mit Seelsorge, Sozialarbeit und ambulanten Hospizdiensten. Die Rundum-Versorgung kann eine Krankenhauseinweisung verhindern und es den Menschen ermöglichen, dort in Frieden zu sterben, wo sie gelebt haben.
  • Palliative-Care-Teams
    Um Schwerstkranke und Sterbende in ihrer vertrauten Umgebung ganzheitlich zu versorgen, gibt es Palliative-Care-Teams. Sie heißen offiziell  „Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung“  und koordinieren die Arbeit verschiedener Berufsgruppen.
  • Ambulante Pflegedienste mit Palliativpflegekräften
    Immer mehr ambulante Pflegedienste bieten auch die Pflege durch    examinierte Pflegekräfte mit einer Zusatzausbildung „Palliative Care“.    Palliativ-Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten übernehmen z. B. die    Überwachung der Schmerztherapie, die Versorgung mit Portsystemen,     Verbandswechsel, Tumor- oder Dekubitusversorgung. Mit ihrer Erfahrung   nehmen sie den Patienten und ihren Angehörigen während des Krankheits- und Sterbeprozesses Ängste und können sie verständnisvoll unterstützen und begleiten. Palliativmedizinisch erfahrene Pflegedienste sind gefragte    Partner der SAPV-Teams und arbeiten oft schon lange und intensiv mit ihnen zusammen.